Hinweiß!!

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Sonntag, 31. Oktober 2010

My Diary III - 1. Hormonspritze

9. Feb. 2009

Es verging kein Tag an dem es mich nicht quälte, bis heute...

Jedoch wird sich heute etwas ändern. Etwas, worauf ich lange warten musste.
Zwar bekomme ich noch kein Testosteron, dafür aber etwas anderes, was zumindest meine eigenen Hormone unterdrückt.
Bald wird es mir besser gehen. Meine Tage werden ausbleiben, somit auch alle Nebenwirkungen dieser.
Ich denke, ich werde die Zeit genießen ohne sie und sie nicht vermissen.
(Volle 8 Tage und davon die Hälfte gezwungener Maßen im Bett, werd ich sicher nicht vermissen)

Heute 9:30 PM hab ich meine erste Hormonspritze bekommen! Es stört mich eigentlich kaum, das es kein Testo ist.
Denn immerhin habe ich dennoch einen Schritt weiter gemacht.
Es geht los. 3 Monate noch bis ich das Testo bekomme!

Spritzen... Ich hasse Spritzen. Nicht das ich sie nicht gewollt hätte, nein. Das ist es nicht. Denn ich brauche die Hormone.
Ich habe nur einfach Panik davor bekommen... Vor Nadeln aller Art.

Tablettenform ist mir leider verwehrt, da ich 2003-04 Thrombose hatte.
Diese legen sich zu sehr auf das Blut und könnten eine neue fördern.
Spritzen dagegen lösen in mir das unbändige Verlangen aus, an die Decke zu gehen und erst wieder runter zu kommen, wenn alle Nadeln weg sind...

Ihr wolltet wissen, was damals los war. Bitte.
Ich weiß noch das es im Winter anfing... Ich hatte Schmerzen im Bein, die nicht verschwinden wollten.
Erst dachten wir, es wäre vlt i-was mit dem Muskel. Ein Muskelkater oder so.
Doch dem war nicht so. Es hörte nicht auf. Im Gegenteil, es wurde schlimmer.
Ich weiß auch noch, das ich i-wann kaum mehr gehen konnte.
Ich saß an einem Tag in Mums Auto... Sie war zu Quelle gegangen, was damals noch in unserem Dorf war und ich blieb sitzen.
Habe mich fast in den Sitzen verbissen... Als sie wieder kam, kamen einige Mädels aus meiner Schulklasse am Auto vorbei.
Sie gingen zur Weihnachtsfeier meiner Schulklasse... Ich hab sie beneidet. Denn ich wollte mit.
Doch denen wars egal. Ich war unbeliebt, keiner wusste was mit mir Phase gewesen ist.
Ich wurde gemobbt seit ich den Kindergarten gewechselt hatte. Seit dem Kindergarten hier in unserem Dorf...
Damals, dort wo ich her komme, war alles schöner. Ich war akzeptiert gewesen, da ich die Kinder dort aus der Krippe kannte. Doch hier waren sie alle so... anders.
Jedenfalls, ich war wie gesagt unbeliebt und keinen hatte es interessiert, was mit mir los war.
(Sollte einer von damals das lesen, ihr würdet es eh abstreiten. Feiglinge... Ignoranten!)
Mobbing begleitete mich bis zum Fachabitur. Und es wird wohl auch weiter anhalten.

Ich weiß noch, das ich ihnen nach sah im Rückspiegel und kaum mehr ein Wort gesagt hatte.
Wir fuhren heim und ich legte mich aufs Sofa. Mum machte einen Termin bei der Physio hier im Ort aus.
Ich hatte bereits echte höllische Schmerzen. Konnte nicht mehr wirklich laufen. Die kurze Strecke von meinem Heim bis zur Physio war eine Tortur.
Immer wieder sagte man mir ich solle doch laufen. Laufen, laufen, laufen. WIE DENN? Wenn man sich letztlich in alles verbissen hatte vor Schmerz, was man gefunden hatte, soll man noch laufen??
Ich kann mich nur noch schwach an den termin in der Physio erinnern.
Sie haben i-was gemacht, was dem ganzen angeblich Linderung verschaffen sollte, sahen aber von Ultraschall ab.
(Gut so... denn hätten wir gewusst was ich hatte, hätte das wohl meinen Tod bedeutet. der Thrombus hätte sich lösen und zu weit gefährlicheren Gegenden getrieben werden können.)
Die darauf folgende Nacht war nicht besser. Ich konnte nicht schlafen, hab geheult vor Schmerz. Ich lag neben Mum im Doppelbett, falls i-was passieren würde.
Hab nur ins Kissen gebissen und gehofft, das die Nacht endlich vorbei gehen würde.
Den Tag danach hab ich auch zu hause verbracht. Nur auf dem Sofa hab ich gelegen, mir Mums Gemecker von wegen 'laufen' anhören müssen und die Kissen Bekanntschaft mit meinen Zähnen schließen lassen. X.x
Ich hab des öffteren gebeten endlich mal einen Arzt an zu rufen. Nein, es wäre ja nur i-was mit dem Muskel...
Erst am Abend dieses Tages hatte sie versucht meinen damaligen Hausarzt zu kontaktieren. Doch der kam nicht. Warum? Er mochte mich nicht. Ich hätte im Wartezimmer zu sehr gemeckert, obwohl man uns offensichtlich vergessen hatte.
Alle die nach uns bestellt waren, kamen lange vor uns dran. Wir hatten das letzte mal Stunden gesessen...
Egal. Er kam jedenfalls nicht. Sie musste somit einen anderen finden. Nach kurzem Checken der Bereitschafsdienste fand sie einen im Nachbarort.
Mum hat mir geholfen, mich vorher noch mal zu waschen, da es immerhin schon Abend war.
Der Arzt kam, untersuchte mich kurz und wies mich sofort ins Krankenhaus ein.
Ans Laufen war nicht mehr zu denken. Das Bein war dick und fing schon an sich Blau zu färben...
(Wenn die Vene komplett zu ist und das Blut dennoch immer weiter und weiter durch will, wirst du i-wann wahnsinnig vor Schmerzen)
Ich hab geheult, weil ich nicht ins KH wollte. Ich war allgemein fertig mit den Nerven. Mit mir und der Welt.
Der Wagen kam ungefähr eine viertel Stunde später. Ich wurde hoch gehoben von den 2 Männern und runter getragen.
Dort wurde ich in den Wagen gelegt. Die Fahrt war eben so eine Tortur wie die ganzen letzten Tage.
Das Ruckeln des Wagens auf der Fahrt hatte mir unerträglichen Schmerz gebracht. Einer hatte dann i-was unter der Liege aufgepumpt, was etwas mehr zur Federung und Stoßdämpfung beigetragen hatte.
Half aber nur minimal... Zuerst gings nach Zschopau. Dort gab es keine Kinderklinik... (Wusste man das nich vorher eigentlich? <.<) Man schob mich nach Annaberg ab, wo ich letztlich endlich aufgenommen wurde. (Als ob die Fahrt mit nach ZP nich schon schlimm genug gewesen wäre, mussten wir noch mal los nach Annaberg.)

Ich wurde eingeliefert und kam auf ein Zimmer. Man gab mir Schmerzmittel. Etwas, was man auch bei Leuten verwendet, die etwas amputiert bekommen hatten. Z.B. Morphium. Nichts hat gewirkt.
Rein gar nichts. Die Vene war zu.
Noch dazu kamen die Ärzte immer wieder, Verdacht auf Blindarm -.- Klar.Wenn man mit Verdacht auf Trombose eingeliefert wird, is NATÜRLICH der Blindarm der Übeltäter...
Immer wieder drückten sie mir auf Bein und Bauch herum. Ich hab geschrien vor Schmerz.
Einer knallte mir einen Eisbeutel (Ohne Tuch oder i-was anderes drum herum) auf den Bauch. Kälteschock vom feinsten X_x

Wieder kamen sie, drückten auf mir herum. Letztlich hatte ich einen wunderbaren Reflex und fensterte einem der Ärzte eine.
Ergebnis: Ich hab ihn nicht mehr gesehen x) Die ganzen 2 Monate im KH nicht.
Hatte anfangs nicht mal gemerkt, das mir die Hand ausgerutscht war. Nur an den dummen Gesichtern der Umstehenden hab ich gemerkt, das wohl etwas gewesen war.

Erst am Tag darauf kam eine Schwester und fuhr mich mit samst dem Bett raus.
Zuvor hatte man versucht mich zu rasieren, was dank der Schmerzen aber auch erst wärend der Narkose möglich war.
Sie sagte, es wäre nur ein kleiner Eingriff. Eine Bauchspiegelung. 3 kleine Löcher in der Haut.
Toll... ich wusste garnicht was Phase war. Man fuhr mich in einen Raum wo lauter grün gekleidete Männlein herum sprangen.
(Wohl der OP-Saal gewesen)
Diese quatschten mich voll, von wegen 'wir schaffen das schon' usw. Ich wusste garnicht was nun los war.
Schlief aber kurz darauf schon ein.

Als ich aufwachte lag ich auf der Intensivstation. Mum saß neben mir.
Ich hatte ne 16 cm große Naht am Bein. Not-OP wars letztlich geworden...
Viel hatte ich an dem Tag nicht mit bekommen. Nicht einmal wie ich wieder eingeschlafen war.
(Hätte angeblich sogar das erste mal in meinem Leben geschnarcht, weil trocken wegen des Luftschlauches zuvor xD)
Die 3 Tage auf der Intensiv, waren der erste Horror. Immer wieder kam man. Alle 4 Stunden wollten sie Blut. Ich hatte damals aber schon Angstvenen. Mein Blut verschwindet, sobald ich 'ne Nadel sehe.
So schlimm wie heute ist es damals aber nicht gewesen.
Sie stachen zu, bekamen nix, stachen wieder zu, wieder kam nix. Das ganze muss an die 15 mal passiert sein. Ich hab mich gefühlt wie ein Nadelkissen und mein Arm schmerzte barbarisch.
Nun stellt euch das mal 7 Tage die woche, alle 4 Stunden vor. Jedes mal die selbe Leier.
Nie kam Blut. Ich sah grässlich aus. Alles zerstochen. Flexüle hatte auch nichts gebracht. Die waren schnell dicht oder es kam auch da nix von Anfang an. Tröpfchenweiße kamen sie an das, was sie wollten.
Meine Arme und Hände waren über und über mit diesen Plastiknadeln voll. Weiße, Rosane, Blaue. Mir wars egal. Ich wollte die Dinger nur los werden.

Davon, das ich dort von einer Frau gewaschen wurde, hielt ich nix. Ihr kennt mein Problem und das ist viel schlimmer, wenn mich andere auch noch nackt sehen.

Nach 3 Tagen kam ich schon auf die normale Station zurück. Früher als erwartet. Der 2. Horror.
Das mit den Nadeln blieb.

Die hatten gepfuscht beim Nähen... Ineinander geschlagen die Haut und dann zusammen genäht. Klar das es beim Fädenziehen viele Tage später wieder auf ging... Somit noch länger drinnen lassen.
Sie wurden gezogen als sie schon eingewachsen waren. (Schmerz lass nach X_x)
Durch dieses 'Nähverfahren' hab ich jetzt ne richtig lange und 3 cm breite Narbe auf dem Bein die wirklich hässlich ist.
Wenigstens bei jüngeren Leuten hätte man sich mühe geben können...

Ich hatte so lange gelegen, das ich keine Kraft mehr in den Beinen hatte. Ich musste neu laufen lernen. Man half mir mit Physio. Den Großteil hab ich aber selber gemacht. Ich brauche keinen um neu laufen zu lernen. Ich habe selber Tag und Nacht meine Beine im Bett mit kleinen Übrungen trainiert. Vor allem wenn ich mal wieder nicht schlafen konnte.
Anfangs zog und zwickte es erbärmlich an der Narbe, doch nach einigen Tagen wurde es erträglicher.
Heute bin ich wieder Fit und kann fast alles machen, wie früher auch.

Krankenhaus... Eine Bedeutung für sich.
Kurz: Das Essen war grässlich, die  Schwestern unhöflich (ja, drohten mir sogar mit Friedhof, wenn ich mich nicht weiter stechen liese = > typisch Osten -.- im Westen gibts sowas nicht oder nur wenig), ich lag wochenlang alleine auf dem Zimmer und weder Schüler, noch Lehrer hatten sich in den 2 Monaten im KH auch nur einmal blicken lassen. Man merkte wieder, wie beliebt ich war.
Nur meine damals beste Freundin war einmal zu Besuch gewesen. Heute hab ich eigentlich nur noch 2 Gute Freunde. Eine hier, die andere weit drüben im Westen... (Wohnt mittlerweile in Thüringen, was das Ganze etwas erleichtert)
Ich hatte Weihnachten und Silvester im KH verbracht. Wurde wenige Tage nach meinem Geburtstag eingeliefert.
Fernsehen konnte ich nur ein paar Wochen, da wir kein Geld hatten, das weiter zu bezahlen. (Wie üblich...)
Mit den Mädels die im Laufe der Wochen dazu kamen hab ich mich halbwegs gut verstanden.
Eine davon schnarchte jedoch. In den letzten Tagen dort hatten wir zusätzlich auch noch ne kleine Göre mit drinnen, (in einem eigentlich 2-Bettzimmer) die die ganze Zeit geheult hatte.
Ich weiß, warum ich Kinder nicht mag...


Vor Weihnachten hatte Mum mir mein Geschenk von der Weihnachtsfeier meiner Klasse (die ich ja nicht miterleben konnte) gebracht. Weiß nur noch das da 2 Diddl-Bleistifte mit drinnen waren. Mehr weiß ich nicht mehr. Und etwas Kleines von der Physio. Da weiß ich auch nur noch, das ein Tür-Hängemännchen für Kleidung dabei war.
Mum hatte einen kleinen Weihnachtsbaum auf dem Tisch aufgestellt, der sonst immer mein Zimmer geziert hatte.

Der Service im KH ist allerdings auch nicht zu gebrauchen. Gegen Ende kam 2 mal ein Lehrer vom KH in unser Zimmer. Einmal musste ich zu einer Untersuchung, musste meine kurzrzeitige Freundin also somit alleine ihrem Schicksal überlassen.
Beim 2 mal war ich da. Der Kram, den er uns zeigen wollte, war allerdings schon lange überholt.
Dann kam in der letzten Woche noch eine Frau herein, die angeblich für die Unterhaltung sorgen sollte. (In der LETZTEN WOCHE!!)
Da hab ich sie dann auch nicht mehr gebraucht. Ich lag 2 Monate drinnen. Da fällt es einem natürlich schwer, mal in eines der Zimmer, im hinteren Bereich der Station zu sehen...
Hab mich mit der dennoch halbwegs gut verstanden. Haben hin und wieder was zusammen gespielt, bevor ich an Langeweile fast starb.

Als dann i-wann endlich der Arzt rein kam und mir sagte ich könne morgen Heim, war ich so Happy wie noch nie zuvor! x)
Ich hatte einen Freudensprung gemacht, nach dem ich die Eingangstür am nächsten Tag hinter mir gelassen hatte. Es war fast wie ein 2. Geburtstag an dem Tag. Ich schaute nicht zurück, denke aber heute noch oft an den Tag der OP. An dem Tag, wo ich dem Tod von der Schippe gehopst bin.

Einige Zeit war ich noch zu hause... In der Schule jedoch hatte sich nichts geändert. Ich hatte Angst am ersten Tag, wo ich wieder hin musste.
Nichts hatte sich geändert. Ich war noch immer das letzte Rad.
Damals hatten wir unseren Info-Bereich noch unterm Dach mit uralten PCs.
Da wo ich gesessen hatte, war ein anderes Mädchen und sagte, es sei ihr PC. Sie habe die ganze Zeit daran gesessen. (Obwohl wir ne feste Sitzordnung hatten, wegen Passwort und so)
Zuerst wollte ich es friedlich lösen. Ich ging zum Lehrer und der scheuchte sie weg. Wenigstens hatte ich meinen Platz wieder.
Doch der Unterricht war fortgeschritten. Ich musste viel nachholen, aber auf Hilfe von anderen konnte ich nicht zählen. Dennoch hab ich das Jahr geschafft!
Beim 2. mal im Info-Raum saß die schon wieder dort. Wieder wollte sie nicht weg.
Diesmal reichte es mir. Denn sogar die anderen sagten, es sei ihr Platz.
Die Zeit im KH hatte mich verändert. Ich kam doch nicht in die Schule, um mich weiter hänseln zu lassen, nach dem ich solche Torturen durch hatte.
Mir rutschte mal wieder die Hand aus. Diesmal allerdings mit Freuden.
Ich haute ihr eine rein und der Platz war mir sicher. Vor allem, da es zu wenige PCs gab. Keiner wollte mich bei sich haben. Klar, das mir dann nur der Platz da blieb am Ende des Raumes. Bzw. am Anfang nahe eines Fensters und Tür, wo durch das Licht oft störte.

Ab und an hab ichs geschafft mich zu wehren. Aber wenn die ganze Klasse gegen einen ist (Zum Teil sogar mehrere Klassen), hat man wenig Chancen sich i-wie durch zu setzen.

Alles was ich sagen kann ist, das ich froh bin die Schule hinter mir zu haben und derzeit mich um mich selbst kümmern kann.
Aus psychischen Gründen bin ich immer noch Krank geschrieben. Seit nun mehr 3 Jahren...
Mir fällt die Decke auf den Kopf. Aber ich weiß, das es nicht besser wird, wenn ich einen Job bekomme.
Ich komme mit den Menschen nicht klar. Nicht solange ich so bin, wie ich jetzt bin.

Alles was ich nun noch tun kann ist warten. Warten auf die nächste Spritze und darauf, was die Zukunft noch bringt.

Kommentare:

  1. Krass...das hast du mir alles nie so genau erzählt, was du da für eine Hölle durchlebt hast! Aber jetzt verstehe ich auch warum! Schreiben fällt da leichter, stimmt´s? Ich find es gut, dass du dich (wenn auch anonym) mal den Menschen anvertraust und ich hoffe, es tut dir gut und hilft dir ein bisschen alles zu ertragen! Ich hab dich lieb! *hug*

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  2. is ist wieder sehr interesand ohje 2 monate im eka hilfeeeee aber du hast es geschafft und du schaffst auch alles andere. ich glaube an dir
    lg franzi

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  3. Als Kommentar zum Ganzen:
    Es reicht nicht, dass man sich selber mies fühlt. Denkt, Magengeschwüre würden einen von innen zerfressen und sich nicht trauen kann, in den Spiegel zu schauen. Und wenn man doch einen Blick riskiert, wieder ein mal die Frage hoch würgt, "Warum ..?".
    Nein das reicht wohl nicht, man muss noch verachtet und täglich überall von "Freunden" gemobbt werden. Klassenkameraden, die eigentlich alle harmonieren sollten, stellen sich gegen einen.
    Und weinend versteht man die Welt nicht mehr.

    Der Schritt zu dem Du dich entschlossen hast, beneide ich. Und ich drücke dir die Daumen, dass du zu deinem Ziel findest.
    Als neuer neuer Mensch schöpft du neue Energien und du hast - wahre - Freunde, die dir helfen und vor allem zuhören.
    Ignoriere die Idioten auf der Straße und mache dir bewusst, dass sie womöglich selber irgendwelche Leichen im Keller bunkern.

    Ich kenne niemanden, der es leicht hat zu leben. Ich kenne niemanden, der das bekommt was er haben möchte, ohne dafür hart gearbeitet oder gar gekämpft zu haben.
    Die schlimmste Zeit hast du wohl bereits hinter dir, aber es wäre falsch zu behaupten, dass es jetzt besser wird. Denn so wie die kleinen Kinder von früher, solche Erwachsene gibt es auch.

    ABER - du wirst mit der Situation zurecht kommen, du wirst Kontra geben können und du wirst die anderen Klein reden.
    Du wirst im Leben Kollegen kennenlernen, mit denen du Lachen und feiern kannst. Die sich freuen, mit dir die Zeit teilen zu dürfen.

    Du darfst dich dich auf ein neues Leben freuen.


    Und an alle anderen Leser:
    Schaut nicht mehr länger zu, handelt. Habt keine Vorurteile und seid tolerant. Redet mit euren Kinder über das Thema Toleranz und Ignoranz - denn Mitmenschen und vor allem Kinder, deren Prägung präsent sind, gehören nicht gemobbt ! Wohin soll das denn sonst nur führen ?


    IronBee, Admin der PawFriendZ-Community
    Mühlheim am Main

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  4. Wenn man den Text liest, merkt man, dass der nicht Ausgedacht ist.
    Ich kann durch eine Person, die mir sehr nahe steht, nachvollziehen was diese Person gerade durch macht.
    Und ich kann gut verstehen das es, wenn alles geschafft ist und man am ende des Weges ankommt, eine große Erleichterung ist.
    Leider hat Transsexualität auch seine Schattenseiten. Einige kommen damit nicht klar. Das sehe ich auch an der Person, die mir sehr nahe steht. Seine ganze Familie hat ihn verstoßen und will nichts mehr von ihm wissen.
    Ich bin einer der wenigen, der zu ihm hält und ich habe keine Probleme mit so was. Im Gegenteil. Ich habe großes Interesse und möchte gerne immer mehr wissen. Denn diesen Weg zu gehen und in bis zum Ende durch zu halten, ist nicht leicht.
    Dazu gehört Mut und sehr viel Selbstbewusstsein. Denn man muss in der Öffentlichkeit in der zukünftigen Rolle leben.
    Ich Respektiere solche Menschen.
    Gruß
    Holly

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  5. An sich könntest du auch Testogel nehmen, Spritzen sind kein Muss. Selber finde ich es fraglich seine eigenen Hormone zu unterdrücken, sobald Testosteron kommt, werden die Östrogene und Progesteron eh weniger. Nun gut, ob die Menstruation gleich verschwindet ist eine andere Sache, an sich sollte es sie, aber viele haben sie wohl noch lange, auch wenn sie Testosteron kriegen. (Bei mir selber merkte ich vorallem schwächere Blutung, sonstige Beschwerden hatte ich vorher schon kaum noch. )

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