Hinweiß!!

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Samstag, 18. Juni 2011

My Diary V - HORMONE!!


18. März '09

Heute habe ich meine 2. Spritze bekommen.
Noch keine richtigen Hormone, ABER wenigstens etwas. Auch wenn ich schon dran knabbere, das es alles nur so langsam von statten geht...
Konnte 5 Tage kaum schlafen. (Warum auch immer...)
Halb 11 waren wir bestellt. Um 12 erst dran gekommen. Zum kotzen, aber kann ich nun mal nichts dran ändern.
Wirklich Ahnung schien die Dame auch nicht gehabt zu haben, was das Spritzen angeht.
(Der Hintern tat mir VOLLE 5 Wochen lang weh... war zum Glück bis heute das einzige mal)

8. April '09
Boar, ich fass es nicht! Habe heute ENDLICH meine Hormone verschrieben bekommen!!!!
Und damit meine ich das ECHTE Testo!! *im Kreis renn*
Hatten heute einen Termin in Chemnitz bei meiner Endo und gar nicht damit  gerechnet, das ich es heute schon bekommen könnte!
(Kein Wunder. Sonst lassen die sich ja auch alle Zeit O.o)
Hätte zu gerne meinen verdutzten Gesichtsausdruck gesehen. *weglach*
Sah sicher schön bescheuert aus, als mir vor Erstaunen die Gesichtszüge entglitten.
Für einen normalen Menschen mag das nichts besonderes sein, und man mag sich wundern, warum ich denn so reagiere.
Aber für Jemanden wie Mich ist das was GANZ Besonderes! Jeder TS arbeitet auf so was drauf hin. Viele brauchen viele Jahre dafür. Ich hab's in einem geschafft.
Um so glücklicher war ich. Die Dame hat sogar gelächelt (und das, wo sie mir eher streng oder ernst immer vorkam), als ich mich gefreut habe.
Meine Mutter hat sich natürlich auch gefreut, obwohl ich Zweifel und Angst für einen Augenblick erkennen konnte.
Na ja... Immerhin verliert Sie ja in der Hinsicht ihre Tochter, die sie nun mehr als 20 Jahre lang hatte.
(Auch wenn schon früh fest stand, das ich eben kein normales Mädchen bin...)

*sfz* Ich weiß ja, das es alles einfacher wäre, wenn alles so bleibt, wie es war... Aber wenn ich nicht einmal egoistisch bin, werd ich mich für den Rest meines eh schon jämmerlichen Lebens hassen.
Das will ich auch nicht... Es ist mir jetzt schon eh alles zu viel. Aber ich muss halt durchhalten.
Schlimmer werden kann es jedenfalls nicht. Denn es is schon das Schlimmste, was man sich vorstellen kann, so wie es nun ist.

Viele denken das der Tod schlimm ist oder i-eine Krankheit wie Krebs z.B...
Viele sehen aber auch nicht, das man vor dem Tod zumindest ein Leben hatte. (Meistens zumindest...) Dabei sehe ich Ihn eher als Erlösung.
Oder das man auch vor, mit und während einer Krebserkrankung ein Leben hat.
Leben ist für die Allgemeinheit unserer Zeit nichts besonderes. Die Leute gehen blind durchs Leben. 
Leben in den Tag hinein, tun wenig oder langweilen sich.
Manch einer geht arbeiten, legt sich am Abend nach erledigter Arbeit aufs Sofa und entspannt.
Wenn ihr doch nur wüsstet, wie sehr ich mir so was wünsche. Einfach nur mal ein LEBEN zu haben.
Doch in meinem 'Leben' (und sicherlich auch bei vielen anderen TS) geht es den ganzen Tag nur darum, wie es weiter geht, wie man das alles durchsteht, Selbsthass, Ängste was die Leute von einem denken, sobald man draußen ist, wie man am besten den störenden Vorbau versteckt, dem Suchen nach Auswegen, um sich nicht immer selber weh zu tun und der Hoffnung auf Ablenkung, damit man den Tag i-wie durchsteht.

Man hat KEIN Leben, man vegetiert nur. Man ist unfähig die Wohnung zu verlassen, da man draußen unter Angst und Minderwertigkeitskomplexen, manchmal sogar Panikattacken leidet, ausgelöst von Denen, die man hasst und gleichzeitig beneidet.
Man schafft es nicht, sein 'Leben' in geordnete Bahnen zu lenken. Vom Arbeiten ganz zu schweigen... 
Das einzige was mir hilft ist das I-net. Ich habe dort Freunde mit denen ich reden kann. 
Und natürlich auch die Ärzte. (Hoffentlich bald...) Ich bin nach wie vor angewiesen auf meine Freunde, meine Mutter und auf meinen Psychologen.

Danke noch mal..

Kommentare:

  1. Werd dann mal mich erstmal bei DIR bedanken.
    Du hilfst mir so sehr..ich merk es grad mal wieder, auch wenn ich so den Eindruck nicht mache.
    Ich bin froh dich getroffen zu haben mein Freund.
    Muss sicherlich schwer sein das Ganze..kann mir das auch nicht ganz vorstellen.Aber auch ich habe ja Probleme wie du weißt und die machen mich sowas von kaputt.Verletzen gehört da schon dazu, auch wenn ich versuch mich durch Prügel davon abzuhalten.

    Danke für das Teilen deines Tagebuches.
    Mit freundlichen Grüßen Daniel

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  2. Hallo, bin heute auf dein kleines Blog gestoßen. (über "Zufälliges Blog" ) und muss sagen... Du machst fast das gleiche wie ich, nur halt ebnd anders herum.

    Mein Vater konnte sich nicht damit anfreunden, seinen Sohn zu verlieren, weswegen mein letzter Kontakt mit ihm, etwas unglück war.

    Die Hormone zubekommen ist natürlich eine Sache, sie zu nehmen manchmal auch eine andere.

    Ich hab am anfang schmerzen durch die Testo-Entferner gehabt. Inzwischen kann ich sagen, gehts besser, ich hab sogar meine vier wöchigen "Kriesen" und das obwohl bei mir keine Blutung einsetzen kann.

    Worauf ich noch hoffe ist, dass ich das Geld und vorallendingen den Mumm habe, es vollkommen werden zu lassen. Natürlich will ich gerne das werden was ich in mir drinn bin, aber im gegenzug würde ich mit dem Finalen Schritt vermutlich meinen vater gänzlich verlieren. (und zugegebener Maßen hänge ich doch an dem Idioten!)

    Ich hoffe deine Mutter und auch dein vater werden dir Rückhalt geben, den das ist, so dumm es klingt, was einem den Mut gibt und auch die Kraft von alleine weiter zu machen, um seinen Traum zu verwirklichen.

    Ich hoffe ich darf noch mehr von dir lesen :)

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